Tradition ist die Weitergabe des Feuers,  aber nicht die Anbetung der Asche (Gustav Mahler)       Tradiţie înseamnă transmiterea focului,  nu venerarea cenuşi        

Jetzt jubeln wir  vorsichtig "Hurra!", denn wir werden die Flugzeuge besteigen, um für Konzerte nach Siebenbürgen zu fliegen. (Nein nein, anders ist es zu weit). Wir sind

am 12. und 13. Oktober 2021
beim 2. Hannenheim-Kolloquium in Klausenburg

und vom 15. bis 17. Oktober 2021
für Konzerte in der Philharmonie Hermannstadt.

Das 2. Herschkowitz-Kolloquium, das für 2022 in Temeswar angesetzt war, wird nun 2023 stattfinden, dann ist Temeswar Kulturhauptstadt, und zur Kultur haben wir ja Beträchtliches beizutragen ...

Sein wird dieses:

Das diesjährige Kolloquium präsentiert die Bratschen-Sonaten Hannenheims. Die Noten sind im Oktober 2019 bei Boosey & Hawkes von Albert Breier herausgegebenen worden https://www.boosey.com/cr/news/101482.

Bereits im Juni 2016 waren diese Bratschen-Sonaten beim CD-Label Challenge (Challenge Classics CC72734) erschienen, in der Einspielung von Aida Carmen Soanea und Igor Kamenz.
 Aida Carmen Soanea wird die Sonaten vortragen, www.aidacarmensoanea.com . ihr Partner dafür wird Moritz Ernst sein. Er wird auch wieder Klaviersonaten Hannenheims ins Konzert einflechten. www.moritz-ernst.com.

In dem allerersten Kolloquium über das von Prof. Peter Gradenwitz sel. A. aufgearbeitete Thema "Schönbergs Schüler in Berlin", das 2001 an der Westberliner Akademie der Künste unter der Leitung von Prof. Ludwig Holtmeier wikipedia.org › wiki › Ludwig_Holtmeier stattfand, hatte Gradenwitz auch einen Kommilitonen Hannenheims, den schweizer Komponisten Erich Schmid, vorgestellt. Die Schmid-Forschung führt inzwischen der zürcher Musikwissenschaftler Dr. Lukas Näf www.zhdk.ch/person/dr-lukas-naef- fort, das heißt, er edierte das Gesamtwerk Schmids. Daraus wird nun beim Kolloquium das 4. Streichquartett als Uraufführung präsentiert, und zwar durch das Corvinus-Quartett, das sich aus einem Sommerkurs 2021 der Gustav-Mahler-Privatuniversität Klagenfurt unter der Leitung von Aida Carmen Soanea zusammengefunden hat. Die Mitglieder des Corvinus-Quartetts sind
Liviu Mihai Preda und David Brassai, Violinen - Andrieș Cigulea, Viola und  Adrian Pop, Violoncello

Auch Hannenheim hatte - mehrfach - Streichquartette komponiert, die wir bisher noch nicht aufgeführt haben, auch sonst niemand, also wird das eine Uraufführung. Gespielt werden das 9. und das XI. Streichquartett, und zwar durch das Minguet-Quartett www.minguet.de
Die Mitglieder des Minguet-Quartetts sind Ulrich Isfort, 1. Violine - Annette Reisinger,
2. Violine - Aida Carmen Soanea, Viola - Matthias Diener, Cello.

Die Kompositionsanalysen verfertigte Dr. Gabriel Iranyi www.gabrieliranyi.com, Komponist und Vize-Vorsitzender der 'musica suprimata'.

Erhalten geblieben ist auch eine Sonate für Violine und Klavier, die von der Geigerin Marianne Boettcher www.marianne-boettcher.de zusammen mit Sergej Filioglo www.tangobruecke.de am Klavier gespielt wird. Marianne Boettcher ist die Urgroßnichte Norbert von Hannenheims.

Der größte Teil der ca. 50 erhalten gebliebenen Werke (von den ca. 250 komponierten Werken) Hannenheims sind Liedkompositionen. Daraus haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder Liedprogramme gestaltet. So auch diesmal wieder. Aus Hannenheims früher Zeit, vor September 1919, Dauthendey-Lieder, aus den 1930er Jahren Rilke-Lieder. Vortragen wird sie wieder die Prager Sopranistin Irena Troupová, begleitet wird sie am Klavier von Moritz Ernst. Diese beiden tragen auch Lieder von Viktor Ullmann und Alexander Zemlinsky vor.

Immer gestalten wir unsere Programme dermaßen, dass bewusst ist: Diese Komponisten gehörten in die Musiklandschaft ihrer Zeit, sie interessierten sich dafür, was vor ihrer Zeit wichtig und schön war, und auch dafür, was sich zeitgenössisch abspielte. Andererseits lief die Musikgeschichte weiter,  allerdings nun leider in einem Bogen um sie drumherum. Aber den Bogen begradigen wir nun langsam aber sicher. Und so wird das Publikum auch Werke von ... bis ... zu hören bekommen, von Ludwig van Beethoven (1770 Bonn - 1827 Wien), Felix Mendelssohn Bartholdy  (1809 Hamburg - 1847 Leipzig),  Sándor Jemnitz (1890 Budapest - 1963 Balatonföldvár), Viktor Ullmann (1898 Schles. Teschen - 1944 KZ Auschwitz), Hans Erich Apostel (1901 Karlsruhe - 1972 Wien), Grazyna Bacewicz (1909 Łódż - 1969 Warschau), Ursula Mamlok (1923 Berlin - New York - 2016 Berlin), Tiberiu Olah (1928 Târgu-Mureș- 2002 Bukarest), Gabriel Irany (1946 Cluj). Unter den Nazis gelitten hatten - bis auf die beiden rumänischen Komponisten, und Beethoven natürlich - alle, verboten hatten die Nazis sogar Mendelssohn Bartholdy!